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Freitag, April 24th, 2009 | Author: Jürgen R. Weber

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Freitag, April 24th, 2009 | Author: Jürgen R. Weber

ZEITTAFEL

5. Mai 1869
Hans Pfitzner wird in Moskau geboren

9. November 1901
Uraufführung der ROSE VOM LIEBESGARTEN in Elberfeld (Wuppertal)

27. Januar 1937
Erstaufführung der ROSE VOM LIEBESGARTEN in Chemnitz

22. Mai 1949
Hans Pfitzner stirbt in Salzburg

Frühjahr 2008
Kunstprojekt: Karl-Marx-Büste in Chemnitz wird verhüllt

29. November 2008
Neuinszenierung der ROSE VOM LIEBESGARTEN in Chemnitz

12. Februar 3567
Chemnitz versinkt in einer Erdspalte

27. August 4895
Eine Technosekte entdeckt mittels genmanipulierter Erdbeeren  im sogenannten Liebesgarten den Schlüssel zur Unsterblichkeit. Speziell gezüchtete Rosen speisen ihre furchtbaren Waffen mit Energie.

27. Januar 5912
Der finnische Puppenspieler Naatwundaa organisiert unter der Erdoberfläche eine Widerstandsgruppe, (die so genannte „Bruderschaft der Mutanten“), gegen die Technosekte.

29. November 5941
Ein Wächter der Technosekte verliert seine Energierose. Er wagt sich in die tiefsten Höhlen um die frühere Stadt Chemnitz. Dort verliert sich seine Spur. Kurze später wird der „Winterwächter“ oder „Engelmacher“ oder „Exterminator“ der Technosekte Opfer eines Anschlags und stirbt. Das Zeitalter der Rose bricht an.

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Dienstag, April 21st, 2009 | Author: Jürgen R. Weber

Meister und Meister-Epigone: “Osterfestspiele” der Oper Chemnitz: Richard Wagner: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (10.4.2009) & TRISTAN UND ISOLDE (11.4.2009) / Hans Pfitzner: DIE ROSE VOM LIEBESGARTEN (12.4.2009)

Von einem kleinen heimlichen Osterfestival sprach Dramaturg Andreas Beuermann nicht ohne Stolz anläßlich der Einführung zur Aufführung von Pfitzners “Rose vom Liebesgarten” am Ostersonntag in der Chemnitzer Oper. Man muß ihm Recht geben, angesichts der sonst von der “Krise” gebeutelten Kultursituation ist es schon erstaunlich,  was dieses doch recht kleine Haus am Tor zum Erzgebirge in den drei Tagen zwischen Karfreitag und Ostersonntag auf die Beine stellte; bei musikalisch und teilweise auch szenisch mehr als achtbarem Niveau.

Fast als Vorbereitung auf die Pfitzner Rarität gab es am Karfreitag eine umjubelte Wiederaufnahme des “Fliegenden Holländer” in einer Produktion aus dem Jahre 2001 und Karsamstag einen nicht minder festlichen “Tristan”. Interessant war, diese Werke vor Pfitzner zu hören, was die Ohren schärfte auf des Meisters größten Epigonen im positivsten Sinne.

Musikalisch überstrahlte somit auch die selten gespielte “Rose” fast die beiden Wagner-Aufführungen. Domonkos Heja zauberte denn auch den spätromantischen Impressionismus mit den phantastisch aufspielenden Robert-Schumann-Philharmonikern aus der Partitur, die Gustav Mahler dereinst für das beste nach dem ersten Walküren-Akt hielt. Pfitzners zweite Oper zeigt den glühenden Wagner-Verehrer und Erzromantiker auf der Höhe seiner Instrumentier- und Kompositionskunst, vielleicht nur übertroffen vom “Palestrina” und der “Eichendorff-Kantate”. Diese erklingt in Ansätzen beim heroischen alles überstrahlenden Chorfinale und die von Mary Adelyn Kauffmann aufs sorgsamte einstudierten Chöre (Chor und Kinderchor) der Oper Chemnitz taten alles dazu, den strahlendsten Eindruck zu hinterlassen.

Bis auf den etwas bläßlichen und an Baßgewalt missen lassenden Kouta Räsänen als Waffenmeister und Nacht-Wunderer hat die Oper Chemnitz ein Ensemble aufgeboten, das sich mit Feuereifer um diese Rarität mühte. Erin Caves ist geradezu eine Idealbestzung des Siegnot, ein schlanker jugendlicher Heldentenor, dem es mühelos gelingt, jede der nicht mindergesäten Klippen seiner Partie zu meistern und dabei in jeder Phrase sein berückend schönes Timbre blühen lässt. Auch die Minneleide könnte heute wohl kaum trefflicher besetzt werden als mit Astrid Weber. Ihr eher schlank geführter dramatischer Sopran kommt ohne jegliche Heroinenattitüde aus, obschon sie genügend Aplomb für den äußerst dramatischen Schlußmonolog bereit hält. Ob im girrenden Lockruf, mit dem sie Siegnot zu betören sucht, oder in den chromatischen Zuspitzungen in den Auseinandersetzungen mit ihrem Entführer, dem Nacht-Wunderer, trifft sie den rechten Ton. Andre Riemer als Mime-Paraphrase gezeichneter Moormann und die homogen besetzten Elfenschwestern Schwarzhilde (Susanne Thielemann) und Rotelse (Tiina Penttinen) runden das hochkarätige Ensemble ab. Opernfreunde dürfen mit Spannung den von der Firma cpo angekündigten Mitschnitt dieser Produktion erwarten.

Wahrscheinlich wäre eine konzertante Aufführung einer Begegnung mit diesem selten gespielten Werk weitaus dienlicher gewesen als die szenische Umsetzung, die man der “Rose” in Chemnitz angediehen ließ. Zugegeben, James Gruns recht floreales und sehr dem Geschmack seiner Zeit verhaftetes Libretto seines von ihm und Pfitzner entwickelten Kunstmärchens gehört sicherlich nicht zu den literarischen Großtaten dieser Epoche, aber bevor man seinen eigenen Sermon über diese Handlung stülpt, sollte man wenigstens eine genaue Lektüre in Betracht ziehen und vielleicht erwägen, das Werk als solches ernstzunehmen. Jürgen R. Weber mag ein verdienter TV-Regisseur von Soap-Opern à la “Gute Zeiten - schlechte Zeiten” sein, doch begann er den fatalen Trugschluß: Inszeniere ich “Soap-Opern”, so kann ich mich auch auf die zweite Hälfte dieser verbalen Neuschöpfung berufen und mich bemüßigt fühlen, Oper zu “machen”. In gewollt plakativ provokativer Alt-”68er”-Manier veralberte Weber das Werk mit flapsigem Fäkal- und Sexualhumor zu einem Trash-Comic-Computer-Game. Wie ließ er auf seinen wohl Neuenfels evozieren wollenden Übertitelkommentaren einmal verlauten: “Laber-Laber-Gähn!” Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer, dass man das Ganze schleunigst in den von ihm für den ersten Akt gebauten Abort hinunterspült.

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Dienstag, April 21st, 2009 | Author: Jürgen R. Weber
CHEMNITZ / Theater:
DIE ROSE VOM LIEBESGARTEN von Hans Pfitzner
Premiere: 29. November 2008,
besuchte Vorstellung am Ostersonntag, 12.April 2009
PFITZNER ALS „SOUNDTRACK“ ODER KARL MARX IN DER UNTERWELT
Das Werk ist so extrem selten auf den Spielplänen zu finden, dass Interessenten sogar den Weg bis Chemnitz nicht scheuten, um am dortigen Theater Hans Pfitzners „Die Rose vom Liebesgarten“ zu sehen. (Die Stadt hat zwar glücklicherweise den Namen „Karl-Marx-Stadt“ wieder abgelegt, sein monumentaler Kopf blieb dem Stadtbild jedoch erhalten, was hier nicht ohne Grund erwähnt wird…)
Diese „Rose“, 1901 als Werk des 32jährigen Komponisten uraufgeführt, wieder nach einem Libretto des Jugendfreunds James Grun (wie schon sein Erstlingswerk „Der arme Heinrich“), hatte ihren wahren Erfolg erst 1905 an der Wiener Hofoper unter Gustav Mahler, der sich über die Musik mit einer wohl etwas übertriebenen Überschwänglichkeit äußerte („Seit der Walküre, erster Akt, ist etwas ähnlich Großartiges nicht geschrieben worden!“). Da könnte man mit der Flapsigkeit, die man dem Regieteam der Chemnitzer „Rose“ verdankt, sagen: „Na, bleib einmal auf dem Teppich!“
Doch der Ruhm der Musik hat sich gehalten, und nicht zu Unrecht: Sie ist durchgehend vollsatt, meist prachtvoll, doch die Klangseligkeit geht mit großem Stimmungsreichtum Hand in Hand und erreicht in den Chören und im Einsatz des Blechs außerordentliche Effekte. So blieb die Neugierde auf das Werk bei Opernfreunden virulent, und Teile des Publikums, die wegen dieser Musik ins Opernhaus Chemnitz gekommen waren, äußerten schon zwischen Vorspiel und erstem Akt, die ohne Unterbrechung ineinander übergehen, lautstarke Empörung zwischen „Schade um die schöne Musik!“ und „Armer Pfitzner!“
Die solcherart gescholtene Aufführung muss allerdings mit einer schwierigen Handlung umgehen, die diese „typische Jugendstil-Oper“, wie man sie richtig bezeichnet (die Welt eines Maeterlinck lässt grüßen), Zuschauern und Interpreten zumutet. Die Geschichte ist so seltsam, wie man sie nur wünschen kann, wenn auch klar ist, wer hier als geistiger Vater nicht nur über der Musik, sondern auch über dem Text waltet: Richard Wagner lässt, verfremdet, grüßen. Dass es eine „helle“ Welt gibt und einen dunklen Gegenpol (dem ein wahrer Klingsor vorsteht), ist ebenso bewusst assoziativ (man genierte sich damals nicht, ein Wagnerianer zu sein) wie die gewählten Namen: Der Held heißt – nein, nicht Siegmund, sondern Siegnot, die Heldin ist – nein, nicht Herzeleide, sondern Minneleide, und nicht nur ihre Interpretin wird (wie man im Programmheft nachlesen kann) bei den stimmlichen Anforderungen dieser Figur an Sieglinde erinnert (abgesehen davon, dass sie wie weiland Kundry von der hier Lulu-artigen Verführerin zum Edelmenschen reift). Wenn man meint, die „Rose“ sei ein Wagner-Zitat aus dem Geist der Jahrhundertwende, liegt man wohl nicht so falsch. Als der Vorhang zur Pause nach zwei Stunden fiel (so lange wie der erste Akt „Götterdämmerung“) und man erst nach dreieinhalb Stunden entwanken durfte – alles Wagner, auch die Länge.
Die Liebesgeschichte des so wagnerischen Paares also ist in ein so kompliziertes Handlungsgeflecht eingebettet, dass Regisseur Jürgen R. Weber, dem Fernsehen übrigens sehr verbunden, gar nicht erst versucht hat, aus dieser schimmernd-verqueren Romantik einen szenisch und optisch assoziierbaren, gangbaren Weg zu finden, der eine Auseinandersetzung mit Pfitzner dargestellt hätte. Er entschied sich konsequent für eines: Veräppelung. Im Theater liegen Werbetexte für die einzelnen Produktionen auf. Da kann man zur „Rose“ lesen, dass es sich um ein „hintergründiges Fantasy-Abenteuer“ handle, zu dem Pfitzners Musik den „passenden Soundtrack“ liefere. Damit disqualifiziert sich der Regisseur selbst. Denn dieses billige Ausweichen in den Zeitgeist, wo man dann mit Laserkanonen wie aus den „Star Wars“-Filmen herumfuchtelt, holt sicherlich keine „Jugend“ ins Haus – aber sie bringt vor allem für das Werk nichts (und das wäre doch die vordringlichste Aufgabe einer Interpretation). Den Begriff „Mutant“ beispielsweise, der dem Publikum entgegengeschleudert wird, hat Pfitzner sicher nie gehört – was machen die „X-Men“ im Liebesgarten?
So schmerzen Inszenierung und Ausstattung (Weber selbst schuf das Bühnenbild, Sven Bindseil die Kostüme) durch flapsige Geschmacklosigkeit. Der hier natürlich negativ besetzte „Liebesgarten“ wird zu einem Chaos aus mittelalterlichen und orientalischen Elementen, aus denen Schläuche ragen. Minneleide tritt zuerst – sie ist schließlich die Verführerin – im „Madonna“-Look auf. Besonders originell ist der Regisseur mit dem Eingang zur Unterwelt verfahren, die nämlich im ersten Akt durch eine gewaltige, in der Mitte der Bühne aufgestellte Klomuschel erreicht werden kann. Wem sich da nicht die Idee „Alles Scheiße, deine Ella“ aufdrängt, der hat die Inszenierung wohl nicht richtig verstanden…
Inmitten von Bühnenbildern, die nur im zweiten Akt (in der durchaus nicht Offenbach’schen Unterwelt) eine brauchbar-mögliche Dimension erreichen, setzt der Regisseur als Ausstatter hier eine sozusagen „Chemnitzer“ Pointe: Als sich ein Riesenstein in der Mitte der Bühne plötzlich dreht, erweist er sich als Abbild des Karl-Marx-Kopfes, der die Stadt ziert (verunziert?). Na so was! um im Stil des Regisseurs zu formulieren.
Denn dieser hatte grundsätzlich eine halbwegs vernünftige Idee, die er allerdings doch wieder nur zu parodistischen Zwecken verwendete: Links und rechts der Bühne erscheinen auf Riesentransparenten zwar nicht der Text des Werks (dieser bleibt auch akustisch zutiefst unverständlich), sondern einigermaßen die Beschreibung dessen, was auf der Bühne vorgeht. (Die Inszenierung macht es nämlich nicht klar – falls dies, wie man ehrlicherweise hinzufügen muss, überhaupt möglich wäre…). Aber nicht die Information scheint Weber wichtig, sondern der Kommentar dazu, der auch schon mal „Laber, laber, gähn!“ lauten kann.
Was sollen Sänger inmitten solch einer Inszenierung tun? Sie exekutieren die ihnen auferlegten Albernheiten und singen sich die Seele aus dem Leib, was zumindest bei dem Heldentenor Erin Caves zu einem höchst positiven Ergebnis führt: Siegnot à la Siegmund geschmettert, aber auch in den lyrischen Passagen stark, das hilft dem Publikum, sich mit einer Figur auseinander zu setzen, die hier als putzender „Hausmeister“ beginnt und zum Helden mit der Laserkanone wird (dort steckt die Rose statt im Herzen…). Neben ihm haben noch der „Nachtwunderer“ als Fürst der Unterwelt (der Finne Kouta Räsänen mit eher trockenem Bass), der Moormann (André Riemer) und der Sangesmeister (Andreas Kindschuh) größere Rollen.
Minneleide wird von Astrid Weber, der attraktiven Hochdramatischen des Hauses, gesungen, die allerdings die Anstrengung, die sie die Rolle kostet, mit einem gerüttelten Maß an Schrille und Schärfe kundtut. Die zwei sie begleitenden Elfen, hier „Zwölfer“ genannt – Regieeinfall: Die Damen müssen meist Daumenlutschen! -, liegen in den Kehlen von Susanne Thielemann (hell) und Tiina Penttinen (dünkler).
Gedanklich nicht wirklich auflösbar, aber von einiger poetischer Kraft ist die Figur des „Schattens“, dem – da das Element der Doppelwesen immer wiederkehrt – eine „Schättin“ beigegeben ist. Der hinreißend schöne und elegante Felipe Rocha dominiert die reichlich eingelegten Tanzszenen (Choreografie: Lode Devos).
Am Pult des Abends stand der Ungar Domonkos Héja, der mit sichtlicher Begeisterung den reichen Schattierungen der Partitur nachforschte und solcherart zumindest auf musikalischem Gebiet zu einer Wiederentdeckung der „Rose“ beitrug, die die alberne Szene komplett schuldig blieb. Denn die Aussage, dass es sich hier um ein lächerliches Werk handelt, nur des kabaretthaften Umgangs wert, kann wohl kaum befriedigen…
Da sich bei einer Repertoirevorstellung kein Regisseur zeigt, auf den sich der Unmut des Publikums entladen konnte, gab es höflichen, aber keinesfalls enthusiastischen Applaus für die Interpreten. Nach der Pause war der Zuschauerraum ausgedünnt, und noch am nächsten Morgen wogte im Hotel an der Oper die Empörung der Zuschauer lautstark von Frühstückstisch zu Frühstückstisch…
Renate Wagner
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Dienstag, April 21st, 2009 | Author: Jürgen R. Weber

“DIE ROSE VOM LIEBESGARTEN”

Theater ChemnitzOpera van Hans Pfitzner (muziek) en James Grun (libretto). Gecreëerd te Elberfeld (thans Wuppertal) op 9 november 1901. Bijgewoonde voortstelling in het Theater Chemnitz op 12 april 2009.

Die Rose vom Liebesgarten - Proloog (Foto’s © Dieter Wuschanski )Die Rose vom Liebesgarten” of “de roos van de liefdestuin” groeit op de borst van een held en bezit magische krachten. Siegnot wordt door een zeldzaam toeval tot “lentewachter” uitverkoren en wordt verliefd op de wondermooie elf Minneleide. Deze wordt na een bloedige strijd door duistere “mutanten” naar de onderwereld ontvoerd. Ondanks zijn zware verwondingen sleept Siegnot zich naar het onderaardse rijk van de “Nachtwunderers” om haar te bevrijden. Het komt tot een finale slachtpartij en een persoonlijk treffen met de “dood”.
Is de korte samenvatting van dit sprookje duidelijk? Waarschijnlijk niet, maar een uitvoerige uitleg maakt het verhaal zeker niet meer doorzichtig. De producenten moeten er zich degelijk van bewust geweest zijn, want gedurende het verloop van de voorstelling werden de verschillende punten van de actie op spandoeken geprojecteerd. Tevergeefs trouwens, want wij kregen er kop noch staart aan.
Ingewikkelde sprookjes waren in het begin van de twintigste eeuw zeer populair. Denken wij maar aan de opera’s van Siegfried Wagner, zoals “Banadietrich”, “Schwarzschwanenreich” e.a. waar je na een volledige lezing van de libretto’s nog niets begrijpt van de inhoud. ”Die Frau ohne Schatten” van Richard Strauss is ook zo’n ding dat overloopt van de symboliek en waar je tevergeefs naar de juiste bedoelingen blijft gissen…
Die Rose vom Liebesgarten - tweede akte (Foto’s © Dieter Wuschanski )De boodschap is nochtans eenvoudig: naar de muziek luisteren en het gegeven negeren! Maar dat lukt niet altijd, zeker niet als een moderne enscenering het geheel nog wat aandikt, zoals bij de voorstelling die wij hier te Chemnitz te zien kregen.
Regisseur Jürgen R. Weber maakte er een bont boeltje van, zoals de foto’s mooi illustreren. De ingang van de onderwereld is bijvoorbeeld een grote Wc-pot waar de personages één voor één in verdwijnen. De kledij is afwisselend hedendaags en historisch, zonder logisch verband. Ook de vele balletinterventies werkten storend en na een dik half uur hebben wij dan maar besloten de rest van de voorstelling met gesloten ogen te ondergaan.
Zuiver muzikaal viel er gelukkig meer te genieten. Zo hoorden wij een bijzonder mooie tenor in de rol van Siegnot: de Amerikaan Erin Caves, die ons ook vorig jaar in “Der Ring des Nibelungen” te Weimar als Loge en Siegmund wist te bekoren.
Die Rose vom Liebesgarten - Astrid Weber als Minneleide met Susanne Thielemann als Schwarzhilde en Tiina Penttinen als Rotelse (Foto’s © Dieter Wuschanski )Zijn geliefde Minneleide was Astrid Weber, een sopraan met goede dramatische kwaliteiten, maar iets te schril in de hoge stemregionen. Kouta Räsänen was een wat stroeve basbariton, geschikt voor de rol van de wapenmeester en die een goed contrast vormde met de lichtere baritonstem van Andreas Kindschuh als de zangmeester.
Goede prestaties kregen wij ook te horen van de tenor André Riemer als de moorman, van de sopraan Susanne Thielemann als Schwarzhilde en van Tiina Penttinen als Rotelse.
Wij waren weinig enthousiast over het koor en het kinderkoor van de Opera van Chemnitz. Vooral in de proloog, waar hun bijdrage niet miniem is, bereikten zij moeilijk een keurige samenzang.
De opera zit boordevol mooie melodieën, maar er is toch een tekort aan dramatiek en dirigent Domonkos Héja, aan het hoofd van de Robert-Schumann-Philharmonie, slaagde er niet in om de partituur boeiend te laten klinken.
Natuurlijk zijn wij het operagezelschap van Chemnitz dankbaar dat zij deze rariteit opvoerde, maar of de opera hierdoor levensvatbaar geworden is, betwijfelen wij zeer sterk.

G.M. (Gepubliceerd op 15/4/2009)

Foto’s © Dieter Wuschanski.

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